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wann ich die ersten gehversuche
an den turntables gemacht hab, weiß ich nicht
mehr so genau. ich weiß nur noch daß
mir meine mutter, als ich noch klein war, verboten
hatte jemals wieder an den plattenspieler meiner
oma zu gehn. warum?? weil ich die geliebten 'Heino'
platten meiner mutter entweder als 'frisbeescheibe'
verwendete oder die platten so zerkratzte, daß
sogar das heulen eines eines wolfes noch schöner
anzuhören war als die platten meiner mutter.
meine mutter war dadurch schnell zur stammkundin
im elektrogeschäft nebenan geworden, denn fast
jede woche ging ne nadel zu bruch. jaja, so fing
das ganze in meiner kindheit an... und mit der zeit
wurde ich älter und klüger und so beschloss
ich selber mal vinyls zu kaufen. als dann in memmingen
der erste record store seine pforten öffnete,
war das genau die richtige gelegenheit für
mich n paar scheiben zu erwerben... naja es war
nur eine scheibe, denn mehr konnte ich mir mit meinem
taschengeld als armer schüler nicht leisten,
aber ich war stolz darauf der besitzer einer neu
gepressten scheibe zu sein... warum auch immer!
darauf folgten wilde techno partys ( damals waren
die noch insider tipps ) eine geiler als die andere
und fast jeder meiner kumpels schwärmte davon
ein dj zu sein. die dj-mania war ausgebrochen und
riss jeden mit. auch ich wurde von ihr infiziert,
also arbeitete ich in den sommerferien bei meinem
vater im geschäft und schwubdiwubs standen
zwei nigelnagelneue turntables und nen mixer bei
mir im zimmer. durch den freund meiner schwester
bekam ich damals reichlich viele platten die er
zum spotpreis an mich verscherbelte und so kamen
meine ersten versuche als dj bei mir zu hause zustande
bis... ja, bis ich in die pubertät kam und
andere dinge als platten im sinn hatte ( ihr wisst
schon alle was ich damit meine... oder? ) und als
meine sinne dann irgendwann darauf wieder zu mir
kamen fehlte mir immernoch mein erstes booking.
ich war verzweifelt, aber es dauerte nicht lange
bis wieder der freund meiner schwester mir zum ersten
booking verhalf, denn ich wollte noch mehr scheiben
haben ( und der memminger plattenladen hatte leider
dicht gemacht ) und so gab er mir die adresse von
einer memminger booking agency namens m.e.c. booking,
die angeblich auch vinyls verkaufen sollte. also
maschierte ich dorthin und lernte den leiter von
m.e.c., rainer huber ( der auch mit dem namen dj
m.e.c. bekannt ist ) kennen. er verhalf mir auch
dann zu einigen kleinen bookings in der memminger
umgebung ( z.b. jugendhaus mm, la grange babenhausen
) und so kam es dass eines tages der clubbesitzer
vom club underworld in tannhausen bei mir anrief
und mich fragte ob ich lust hätte bei ihm im
club aufzulegen. na klar sagte ich zu. an diesem
tag war ich der glücklichste mensch auf erden
und ich konnte es einfach nicht glauben... ich als
resident in einem club... unvorstellbar ( zu dieser
zeit )! natürlich hatte der rainer gemanaget,
dem ich für diese booking noch immer dankbar
bin. also legte ich jeden freitag in der house &
techno night im club underworld als resident auf.
der house dj 'luke skywalker' ( in bekannten umkreisen
auch 'harrys harryge eier' genannt ) versorgte die
crowd drei stunden vor mir mit richtig guten housesounds,
während ich nach ihm mit den härtesten
platten anfing und so 'losschranzte' dass sogar
mein kumpel ( der jetzt übrigens total auf
den 'chris liebing sound' abfährt ) nurnoch
den kopf schüttelte. so ging das den ganzen
sommer lang weiter und so lernte ich auch meine
nervige exfreundin nadin kennen, die heulsuse, die...
leider war am ende des sommers ( angeblich wegen
den wenigen besucherzahlen ) schluss mit der techno
night und der besitzer machte daraus wieder eine
rock night ( denn 'bauernrocker' gabs da genug).
schade eigentlich, denn hätte der besitzer
gewusst, dass heutzutage dieser sound so gefragt
ist, hätte ers sich bestimmt nochmal überlegt
die techno night abzusetzen und der club wäre
damit bestimmt erfolgreicher geworden als er's jetzt
ist. aber so ist's halt im leben... danach folgte
bei mir auch eine zeit in der ebbe herrschte...
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